Stellungnahme des FC Rorschach-Goldach 17

Stellungnahme des FC Rorschach-Goldach 17

Der FC Rorschach-Goldach 17 stellt niemanden ins Abseits

Der gestern Dienstag im St. Galler Tagblatt erschienene Artikel «FC will Wirt ins Abseits stellen» verlangt einige Richtigstellungen, da die darin erhobenen Vorwürfe gegenüber den Verantwortlichen des FC RG17 so nicht stimmen.

«Ins Abseits stellen» ist eigentlich eine fussballtaktische Variante, die das Spielgeschehen auf dem Sportplatz mitentscheiden kann. Das ist aus sportlicher Sicht legitim. Nicht legitim ist, wenn man diesen Begriff verwendet, wenn es um Existenzen geht. Dem FC RG17 ist durchaus klar, dass die Problematik rund um die Verpflegungsmöglichkeiten auf Kellen und die damit verbundenen Verdienstmöglichkeiten nicht einfach zu klären sind und hat deshalb alle Schritte – dies im Gegensatz zu den Aussagen im Zeitungsbericht – mit dem Wirt abgesprochen. Alle waren informiert, dass der FC RG17 da andere Vorstellungen hat. Das mit dem «ohne zu informieren», stimmt so schlicht nicht. Als Beispiel sei hier die im Zeitungsbericht festgehaltene Lösung mit dem Container anlässlich der drei letzten Heimspiele im Herbst erwähnt. Fakt ist folgendes: mit dem Pächter wurden die Massnahmen anlässlich einer Besprechung vom 26.09.2017 abgesprochen. Dabei wurde festgehalten, wo ein Verpflegungsstand platziert wird und welches Angebot der FC bereithält. Wenn man sich dann plötzlich nicht mehr an die getroffenen Absprachen erinnern will oder sogar das Gegenteil behauptet, hinterlässt dies einen penetranten, kaum professionellen Nachgeschmack. Richtig ist aber auch, dass es der Verein verpasst hat, bei der Standortgemeinde Tübach eine entsprechende Bewilligung einzuholen. Für dieses Versäumnis hat sich der Verein bei der Gemeinde Tübach wie auch gegenüber dem Verwaltungsrat Zweckverband Kellen entschuldigt.

Besonders sauer stösst dem FC RG17 die Behauptung auf, dass sich sein Präsident, der auch als Betriebsleiter innerhalb des Verwaltungsrates Kellen wirkt, nicht an die allgemein gültigen Vorgaben des Zweckverbandes halte. Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit und ist – fussballerisch gesehen – mindestens verwarnungswürdig. Es kann und darf nicht sein, dass solche Artikel unbeantwortet bleiben. Das hat mit Fairness nicht mehr viel zu tun.

Um was geht es? Am 10. April 2017 haben die Fussballvereine aus Rorschach und Goldach fusioniert und bildeten somit einen der grössten Sportvereine in der Ostschweiz. Nach Abschluss der ersten Vorrunde im letzten Herbst kann aus sportlicher Sicht gesagt werden, dass die Fusion erste Früchte trägt und vor allem auch im ganzen Juniorenbereich wunderbare Erfolge erzielt wurden.

Was aus sportlicher Sicht also positiv zu bewerten ist, findet aber nicht automatisch auf der finanziellen Ebene statt. Ein Verein dieser Grössenordnung kann nur dann existieren, wenn er die Möglichkeiten hat, mit seinen Veranstaltungen Einnahmen zu generieren. Viele Vereine kennen diese Problematik. Die Einnahmen des ehemaligen FC Rorschach auf dem Pestalozziplatz waren ein wesentlicher Bestandteil im Gesamtbudget des Vereins. Hier müssen Lösungen gefunden werden, die für alle Beteiligten stimmig sind. Der neue FC RG17 hat seine Vorstellungen immer transparent kommuniziert und stets Hand geboten, nach Lösungsalternativen zu suchen.

Der FC RG17 legt Wert darauf, dass er an einer zukunftsorientierten Lösung interessiert ist und erinnert gerne die politisch Verantwortlichen an die Botschaften, die sie anlässlich der Gründungsversammlung am 10.4.2017 sagten und nachhaltige Unterstützung in Aussicht stellten. Diesen Worten müssen jetzt Taten folgen, denn sonst muss der Vorstand des neuen FC RG17 den Fokus auf die Planung der nächsten Saison den neuen Gegebenheiten anpassen. Das wird nicht übereilt passieren, denn man ist sich seitens des Vorstandes des FC RG17 absolut bewusst, dass dieser Verein auch gesellschaftspolitisch eine tragende Rolle hat. Aus diesem Grunde erwartet der FC RG17 auch, dass die politischen Behörden die Entscheidungen treffen, welche den Verein in seinen Aktivitäten und Bemühungen, insbesondere der Jugend- und Nachwuchsförderung, aber nicht nur, unterstützt.

Dem Verwaltungsrat der Sportanlagen Kellen liegt das Gesuch des FC RG17 vor. Er hat eine Entscheidung bis Ende April 2018 in Aussicht gestellt.

FC Rorschach-Goldach 17
Der Vorstand